Stadtfieber fordert Neuprogrammierung der „intelligenten“
Verkehrssteuerung zugunsten des ökologischen Verkehrs
- Abschaffung der „Bettellampeln“ – Ampeln sollen – wo immer möglich – automatisch auf Grün schalten, ohne dass ein Knopfdruck nötig ist.
- Neuprogrammierung der Verkehrssteuerung – Vorrang für Fußgängerinnen, Radfahrerinnen und ÖPNV.
- Verkehrsplanung, die sozial und ökologisch gerecht ist – hin zu einer Stadt der kurzen Wege, sauberen Luft und sicheren Kreuzungen.
„Wer nicht weiß,
dass man in Deutschland erst einen Knopf drücken muss,
um über die Straße zu dürfen,
bleibt einfach stehen – oder
riskiert gefährliche Situationen“
Die Stadt Offenbach wirbt seit Jahren mit einer „intelligenten Verkehrssteuerung“, die den Verkehrsfluss verbessern und Luftschadstoffe reduzieren soll. Doch in der Praxis erleben Fußgängerinnen und Radfahrerinnen davon wenig. Statt „schnellerem Durchkommen für alle“, wie Bürgermeisterin Sabine Groß im März 2025 in der Stadtverordnetenversammlung versprach, heißt es für viele Offenbacher*innen: Warten, Drücken, Warten.
„Während Autos bei Grün durchrollen, stehen Menschen an der Ampel und warten – bei Regen, Hitze oder Kälte. Das ist weder sozial noch ökologisch“, sagt Jens Kohlberger, Sprecher von Stadtfieber.
Die sogenannten Anforderungsampeln, im Volksmund „Bettelampeln“, schalten für Fußgängerinnen und Radfahrerinnen erst auf Grün, nachdem der Knopf gedrückt wurde – und selbst dann oft erst nach langen Wartezeiten.
„Diese Form der ‚intelligenten Verkehrssteuerung‘ bevorzugt einseitig das Auto und ignoriert den sozial und ökologisch verträglichere Verkehrsarten, FußgängerInnen und Radfahrerinnen werden benachteiligt, obwohl gerade sie zu einem klimafreundlichen, gesunden und lebenswerteren Stadtverkehr
beitragen“, so Stadtieber weiter.
Hinzu kommt ein sozialer Aspekt: In einer Stadt wie Offenbach, in der viele Menschen neu ankommen und mit der deutschen Verkehrspraxis noch nicht vertraut sind, sind Anforderungsampeln ein zusätzliches
Hindernis.









