Stadtfieber hat sich zum Ziel gesetzt, die Wärmewende in Offenbach möglichst sozial und ökologisch zu gestalten. Dafür ist es zunächst notwendig, Hintergründe und Perspektiven der kommunalen Wärmewende zu kennen. Eine zentrale Frage dabei lautet: Wie viel teurer wird Heizen in Zukunft?
Dies wird grundsätzlich immer schwerer vorherzusagen. Die untere Tabelle gibt einen groben Zustand Ende Februar 2026 wieder. Insbesonder die laufenden Kosten ergaben sich aus einer Umfrage unter Teilnehmern des Info-Abends vom 25.02.2026.

Ein weiter so, wird es aber nicht geben. Sowohl der weltweite Energieträgermarkt für Fossile, die EU-Politik und die Bundesregierung schrauben am Regelwerk und damit an der Lebensrealität in Offenbach. Ein Beispiel ist die geplante Quote für sogenanntes „Grüngas“. Wenn entsprechende Quellen jedoch nicht in ausreichendem Umfang verfügbar sind, kann dies zu spürbaren Steigerungen der Heizkosten führen. Ein weiteres Beispiel ist der gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran. Was also tun?
Der Selbstcheck
Allen Versuchen von Medien mit wenig naturwissenschaftlicher Kompetenz zum Trotz, ist es physikalische Realität, dass Wärmepumpen die effizientesten Maschinen sind um eine Wohnung zu heizen oder auch zu kühlen. Bei den heutigen Strompreisen rechnet sich eine Wärmepumpe aber oft häufiger, als gemeinhin angenommen wird. Ein erster (nicht abschließender) Selbsttest kann da möglicherweise etwas Orientierung geben. Versucht die unten stehenden Werte zusammenzutragen.

Die ersten beiden Blöcke ermitteln vor allem Euren derzeitigen Heizbedarf und wann der nächste Austausch naturgemäß fällig werden würde.
Die Kennzahl = Jahresverbrauch/Wohnfläche ermittelt einen ersten groben Richtwert, der hilft abzuschätzen ob bei einem Umstieg Energieeffizienz- bzw. Sanierungsmaßnahmen hilfreich sein könnten um langfristig die Heizkosten gering zu halten..
Falls Ihr Mieter seid und gerade feststellt, dass eure Heizung schon sehr alt (vielleicht zu alt) und euer Gebäude ebenfalls sehr ineffizient ist (Kennzahl>200kWh/m²), dann sagt uns gerne Bescheid!
Interessante Links
PDF des Selbstchecks zum Downloaden
Selbst ist der Mensch:
Youtube ist bei all diesen Themen eine wirklich hilfreiche Ressource:
Energiesparkommissar: https://www.youtube.com/watch?v=XigFlmHaR3Mhttps://www.youtube.com/watch?v=XigFlmHaR3M
Akkudoktor ( für insb. Balkon-PV und das Nutzen von Klimaanlagen als Heizung): https://www.youtube.com/watch?v=gDbb8xbTZGY
Energieberatung ist kein neues Feld. Es gibt etliche Projekte und Unternehmen, die versuchen Kunden zu gewinnen indem sie erste und insbesondere tiefere Selbstchecks anbieten. Wir sind null affiliert. Insbesondere Hausbesitzer kommen hier aber weiter, insb. mit einer Übersicht über mögliche Fördermittel für das spezielle Projekt:
Grüngasquote
Das Eckpunktpapier enthält so einige Punkte, die nicht hilfreich sind um einen stabilen Umstieg, weg von fossilem Erdgas zu garantieren. Einer davon ist die Grüngasquote. Der untere Vortrag des IW-Köln guckt sich die Folgen und Nützlichkeit an.
Wärmepumpen im Altbau und Best Practice-Sanierungsprojekte
Frauenhofer ISE Projekt, dass über Jahrzehnte die Performance von alten und neuen Wärmepumpen in Bestandsgebäuden überwacht:
https://www.ise.fraunhofer.de/de/forschungsprojekte/wpsmart-im-bestand.html
Best Practice -Fälle sind immernoch rar. Insbesondere in Mehrfamillienhäusern. Die dena ( Deutsche Energieagentur) hat sich zur Aufgabe gemacht diese zu sammeln:




