Offenbacher leiden unter Fluglärm wie vor der Pandemie

Mit viel Engagement und Sachkenntnisse, zeigt die BürgerInitiative
Luftverkehr (kurz BIL) auf, wie es wirklich um die Fluglärmbelastung der Offenbacher in Offenbach steht.

Zentrale Ergebnisse Fluglärmbericht Offenbach

Quelle: BürgerInitiative Luftverkehr (BIL)

Forderungen der BIL zur Lärmreduktion

  • Die Entgeltordnung des Frankfurter Flughafens muss noch stärker laute und schadstoffreiche Flugzeuge belasten.
  • Weiter muss an der Forderung nach einem Nachtflugverbot zwischen 22:00 und 06:00 Uhr festgehalten werden. Zwischenschritte bezüglich Reduktion der Ausnahmegenehmigungen und eine Verschärfung der Regelung von Landungen nach 22:00 bzw. 23:00 sind dringend.
  • Bei den Lärmwerten müssen die Werte der Weltgesundheitsorganisation WHO umgesetzt werden (vgl. Bericht S.3).
  • Wirbelgeneratoren sind bei allen Flugzeugen der A320-Klasse umgehend einzubauen. – Bei den Regelungen zum Anflug sind lärmarme Regelungen zum Ausfahren der Landeklappen und des Rollwerks verbindlich festzulegen.
  • Verfahren zur Umleitung von Anflügen von der Kernstadt Offenbach auf das Umland („Segmented Approach“) sollten ausgebaut werden.

Der ausführliche Bericht steht steht hier zum Download bereit: Fluglärmbericht

Webseite der BIL: https://www.bil-of.de/

Planungsansätze Innovationcampus: Offenbach kann das besser!

Unsere Stellungnahme zum vorläufigen Bebauungsplan der Stadt Offenbach zum „Innovationscampus“

Mit dem Innovationscampus möchte die Stadt Offenbach nach eignen Angaben „…eine Schnittstelle von Lehre, Wirtschaft und Innovation […] schaffen und einen Ort für die Entstehung neuer Arbeitsformen […] entwickeln“  Darüber hinaus soll das Vorhaben „zur Untersuchung und Erprobung städtebaulich-innovativer Entwicklungsansätze“ dienen.

Der vorliegende Planungsentwurf erfüllt nach Ansicht der Bürgerinitiative Stadtfieber diesen Anspruch nur zum Teil. Positiv finden wir, dass Grünflächen erhalten oder ausgebaut werden und dass dort zum Teil schon eine ökologische und klimarelevante Begrünung vorgesehen ist. Diese Ansätze sind unbedingt zu erweitern, so sollte zum Beispiel das Areal des Kuhmühlgrabens – so weit wie technisch machbar – als Feucht- und Sumpfwiesenareal angelegt werden, um die Funktion zur Kühlung des Areals, die Steigerung der Artenvielfalt und die Funktion als CO2-Senke zu maximieren.

Abbildung 1: Planungsansatz für eine Durchgangsstraße über den dann renaturierten Kuhmühlgraben und damit den ökologische Fläche vom Areal abtrennt [Quelle: Stadt Offenbach;  Begründung – Bebauungsplan Nr. 653, Seite 32]

Positiv sehen wir die öffentliche Zugänglichkeit des Areals, stark verbesserungsbedürftig allerdings die bis jetzt angedachte Verkehrsanbindung und die Verkehrsführung auf dem Campus selbst. Hier wird trotz aller guten Vorsätze und Bekenntnisse weiterhin in überkommenen Mobilitätsmustern gedacht, in dem der individuelle Autoverkehr immer noch die vorrangige Rolle spielt. Die aktuelle Planung vergibt hier auf nicht nachvollziehbare Weise Chancen und Potenziale. Das gipfelt in dem Ansinnen, direkt an einen dann renaturierten Kuhmühlgraben eine Durchgangsstraße zu bauen, die die ökologgisch hochwertige Fläche dann vom Campus trennt, siehe hierzu Abbildung 1.

Jede Menge weitere Ideen für mehr Ökologie und Innovation

Unserer Stellungnahme bringt viele weitere Ideen ein, darunter eine effiziente Parkraumbewirtschaftung, die besseren Anbindung des Areals über Radwege und Klimaschonende Bauweise.

Unsere komplette Stellungnahme hier zum Download